SINUS~TON | BLICK NACH ASIEN
7. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
27. - 30. Oktober 2016 | Magdeburg


FOTOSTRECKE SinusTon Festival 2015 (© Edgar Hartung)
VIDEODOKUMENTATION 2015 von Torsten Porstmann



Das Programm des diesjährigen SinusTon-Festivals wendet sich vornehmlich Werken aus Ostasien und mit Bezug zu dieser Region zu, einem Teil der Welt, der in den letzten einhundert Jahren rapiden Veränderungen ausgesetzt war. Im Spannungsverhältnis von Tradition und Technisierung treten auch in der Musik ganz eigene faszinierende Ansätze hervor. Unser Programm setzt den Schwerpunkt auf Künstler aus Japan, China und Korea, ergänzt durch Arbeiten westlicher Komponisten, die mit ihrer Musik auf das Denken oder andere Inhalte aus der Region Bezug nehmen.

So verschränken sich die Bezüge zum Beispiel in der Instrumentierung einiger Werke: das Ensemble „AsianArt“ setzt sich aus Instrumenten aus Ost und West zusammen. Es werden die Uraufführungen zweier Auftragswerke für diese Besetzung zu hören sein – das eine von Shintaro Imai, dem diesjährigen „Composer in Residence“ bei SinusTon, das andere von dem Berliner Komponisten Andre Bartetzki.

Das Programm des Berliner Sonar Quartetts lotet Parallelen in der Spieltechnik von Saiteninstrumenten aus, anschaulich dargestellt in einem Stück von Bernd Franke, welches die chinesische Laute Pipa dem westlichen Streichquartett gegenüberstellt. In einer Kooperation mit dem Arts Council Ireland ist die Uraufführung eines neuen Werkes der irischen Komponistin Karen Power zu hören, die derzeitig als Gastkünstlerin des DAAD in Berlin lebt.

Das Saiteninstrument als physiognomische Schnittstelle der Musikkulturen erforscht auch das Programm des Gitarrenduos Conradi-Gehlen mit Werken des zutiefst vom japanischen Denken geprägten John Cage sowie Kompositionen von Takemitsu, Maurizio Kagel und einer weiteren SinusTon-Auftragskomposition Illumina Faciem des in Paris lebenden italienischen Komponisten Valerio Sannicandro.

Ergänzt wird unser Programm durch zwei Installationen, die für die Dauer des Festivals im Gesellschaftshaus und in den Gruson-Gewächshäusern zu erleben sein werden: für kleine und große Musikfreunde verzaubert die taiwanesische Komponistin Ming Wang mit ihren Fantasie-Miniaturen über Tierstimmen den Innenraum des Palmenhauses der Gruson-Gewächshäuser in einen magischen Urwald. Gleich gegenüber im Gesellschaftshaus wird die Installation mamagoto der japanischen Klangkünstlerin Miki Yui zu entdecken sein.

Für Nachtschwärmer gibt es auch dieses Jahr wieder zwei Late-Night-Konzerte: Shintaro Imai und Miki Yui werden am Freitag und am Samstag jeweils um 21Uhr mit einem Solo-Programm im Schinkelsaal des Gesellschaftshauses zu hören sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Oliver Schneller und Carsten Gerth

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